Der 4 Stunden Mann

Dienstag, 28. April 2020

Warum wir jetzt viele Apfelbäume pflanzen müssen



"Wenn ich wüsste, dass Morgen die Welt unterginge, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen".


Warum wir jetzt viele Apfelbäume pflanzen müssen

"Wenn ich wüsste, dass Morgen die Welt unterginge, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen". Dieser Satz wird dem Reformator Martin Luther zugeschrieben. Ich sage, es ist diese Lebenseinstellung, die wir gerade jetzt brauchen. Jetzt, das ist eine Zeit der Unsicherheit und Angst. Ausgelöst durch die Corona Pandemie, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Mitten drin in einer Krise, wie sie die Welt lange nicht gekannt hat. Besonders als Unternehmer, aber auch als Manager und als Arbeitnehmer kommt es jetzt auf unsere Einstellung an. Es sind Führungspersonen gefragt, die anderen Menschen Vertrauen und Glauben (zurück-) geben können.

Was stärker ist als Angst

Wir Menschen streben danach, keine Angst zu haben. Das gilt auch im Wirtschaftsleben. Dabei ist Angst ein sehr natürlicher Reflex, der eine Schutzfunktion hat. Im Ernstfall kann Angst unser Leben retten, weil wir Gefahren rechtzeitig erkennen und ihnen ausweichen können. Rast ein Auto mit hoher Geschwindigkeit auf uns zu, weichen wir diesem aus.

Wenn Angst allerdings lähmend und chronisch wird, sie unser ganzes Leben bestimmt, leben wir nicht mehr wirklich. Hemmend und eine Gefahr eigener Art ist Angst etwa, wenn sie sich als Angst vor Veränderungen zeigt. Krisen wie die jetzige sind immer große Veränderungen, sie bieten gleichermaßen Herausforderungen wie Chancen.

Der kleine Satz vom Apfelbaum drückt dabei eine einfache Wahrheit aus: Stärker als die Angst ist allein Glaube. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es sich tatsächlich um einen Glauben in religiöser Form handelt. Man kann das Wort Glaube in diesem Fall auch assoziieren mit Vertrauen. Ob man auf Gott, auf die Vorsehung, auf die eigene Kraft oder auf das Gute vertraut, spielt dabei keine große Rolle. Allerdings haben es Menschen mit dem Vertrauen meist etwas einfacher, wenn sie tatsächlich in einem religiösen oder sinnhaften Weltbild integriert sind. Die moderne Psychologie bestätigt, was die Alten schon immer wussten. Der Glaube versetzt Berge. Auf die Einstellung kommt es an. Wir müssen jetzt unzählige Apfelbäume pflanzen, gerade jetzt.

Vorbild sein - Krisen bewältigen durch Vertrauen

Als Führungskraft kommt es jetzt während der Corona Pandemie besonders auf Sie an. Sie nehmen mit Ihrer Einstellung und Ihrem Glauben den Menschen in Ihrem Umfeld die Angst. Bleiben Sie also stark, auch, wenn die Umstände widrig sind. Ich persönlich wünsche Ihnen und uns allen viel Kraft in dieser Zeit. Ich freue mich besonders, über Ihr Feedback, über den Austausch Ihrer Erfahrungen mit mir und stehe Ihnen gern mit meiner ganzen (Lebens-) Erfahrung zur Verfügung. Bleiben Sie gesund und vertrauen Sie. Pflanzen Sie mit uns anderen zusammen jeden Tag Apfelbäume.

Bleiben Sie Gesund


Dienstag, 31. März 2020

Lockdown - Mitarbeiterführung in aussergewöhnlichen Zeiten





Viele Unternehmen befinden sich seit Tagen und Wochen im Ausnahmezustand. In einigen Firmen arbeiten erstmalig in der ganzen Firmengeschichte alle Mitarbeiter im Home Office, in anderen müssen ganze Abteilungen schließen. Es brechen Aufträge sowie Lieferketten zusammen. Auf allen Seiten entstehen viele Unsicherheiten und Ängste durch die Folgen des Corona Virus. Wie geht man in der Mitarbeiterführung am besten mit dieser außergewöhnlichen Lage um?

Kommunikation bleibt der Erfolgsfaktor Nr.1

Mancher Unternehmensmanager mag sich gerade vorkommen wie ein Politiker. Mitarbeiter erwarten von ihm Ansprache und Informationen, obwohl er selbst die gesamte Situation kaum einschätzen kann. Dort, wo bisher nicht im Home Office und von verschiedenen Standorten aus zusammengearbeitet wurde, verschärft sich die Unsicherheit bei allen Beteiligten weiter.

So schwer es in diesen Tagen auch fallen mag, müssen Sie eine durchgehende Kommunikation gewährleisten. Über die Möglichkeit zu telefonieren, verfügen alle Beteiligten. Ihre Mitarbeiter erwarten von Ihnen, in schwierigen Phasen verstärkt, dass Sie ansprechbar bleiben für Fragen und Anliegen. Auch, was Geschäftspartner und Außenkontakte angeht, sollten Sie alle verfügbaren Kommunikationskanäle nutzen und gegebenenfalls neue schaffen, um den Kontakt am Laufen zu halten. Denken Sie in der Kommunikation mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern an die Regelmäßigkeit des Kontaktes.

Vertrauen und Flexibilität als Basis der Zusammenarbeit im Remote Status

Vielen Managern wird es auch unter dem Aspekt des Vertrauens schwergefallen sein, die Mitarbeiter ins Home Office zu schicken. Sehen Sie aber einmal das Positive an dieser Situation. Ihr Unternehmen kann auf andere Art und Weise zumindest weiter arbeiten, wenn nicht alle Angestellten im Büro präsent sind. Das verschafft Ihnen eine bessere Ausgangslage, als wenn Sie überhaupt nicht mehr arbeiten könnten. Unter diesen ungewöhnlichen Umständen müssen Sie jedem Mitarbeiter besonders das Gefühl vermitteln, dass er der entscheidende Teil der Unternehmensleistung ist und dass es jetzt auf ihn ankommt. Das ist besonders schwierig, weil durch fehlende Kinderbetreuung und ähnliche Schwierigkeiten viele Mitarbeiter ebenso im privaten Bereich sehr gefordert sind. Je flexibler Sie im Management darauf reagieren können, dass etwa bei einem professionellen Telefonat im Hintergrund einmal ein Kind oder Ehepartner zu hören ist, desto besser werden Sie gemeinsam die Situation sei bewältigen. Dieses nicht die Zeit für sture, regelkonforme Perfektion. Es ist die Zeit für Flexibilität und Vertrauen.

Authentizität zählt

Bleiben Sie in dieser Ausnahmesituation vor allem authentisch. Sie können und müssen nicht sofort eine Antwort auf alle Fragen haben. Ihre Mitarbeiter werden Sie umso mehr als Führungsperson schätzen, wenn Sie möglichst ehrlich mit den Schwierigkeiten umgehen.

Bleiben Sie gesund

Mauro Cosetti
Der 4 Stunden Stunden Mann

Sonntag, 1. März 2020

Warum Zeitmanagement reine Symptombekämpfung ist.







Verfolgen Sie ein raffiniertes Zeitmanagement-System, streichen immer brav in einer To-do-Liste Punkte ab und sind trotzdem nicht zufrieden? Sie gehören definitiv nicht zu den erfolgreichen Menschen. Wirklich erfolgreiche Menschen planen nicht ihre Zeit. Sie planen ihr Leben und gestalten ihre Ziele. Wenn Sie diesen Unterschied erkannt haben, sind in Ihrer persönlichen Entwicklung Quantensprünge möglich.

Zeitmanagement ist etwas für ewig Gestrige

Es gab Zeiten, in denen die Meinung vorherrschte, dass man mit einem perfekten Zeitmanagement wirklich weiterkommen kann. Für einen gewissen Zeitraum kann man sich dieser Illusion durchaus hingeben. Man ist in Bewegung, man ist beschäftigt, man kann in einem kleinen Umfang gewisse Ergebnisse vorweisen. Allerdings unterliegt man in der Gesamtbetrachtung einem großen Irrtum. Bewegung ist nämlich keine Aktion. Beschäftigung kann Leerlauf sein. Vermeintliche Fortschritte können ins Leere führen und dazu, dass man sich von den wirklichen Zielen immer weiter entfernt.

Was Sie tun müssen, bevor Sie Ihre Zeit planen

Der falsche Umgang mit dem Zeitmanagement hat eine einfache Ursache. Die meisten Menschen planen ihre Zeit, wenn sie noch gar nicht wissen, was sie erreichen möchten. In diesem Kontext ist Zeitmanagement nichts anderes als planlose Beschäftigungstherapie und Selbstberuhigung. Das mag hart klingen, entspricht aber der Wahrheit. Selbst, wenn Sie in diesem Zusammenhang ein fein ausgeklügeltes System der Zeitplanung entwickeln, werden Sie keine Zufriedenheit und keine echten Erfolge erreichen. Jetzt fragen Sie mich: Was soll ich anders machen? Ich antworte Ihnen: Sie verschieben Ihren Fokus.

Sie überlegen sich zunächst ihr Ziel, dann die möglichen Aktionen, um ihr Ziel zu erreichen. Erst dann kommen Sie in Bewegung und planen Zeit für Ihre Aktionen ein.

Denken Sie immer daran: Zeitmanagement ist kein Selbstzweck. Es ist lediglich ein Instrument, um Ihnen dabei zu helfen, Ihre Lebensziele zu realisieren. Nutzen Sie Zeitmanagementsysteme als Werkzeuge. Sie sind nicht der Zweck selbst, sondern nur ein Hilfsmittel. Deshalb sollte die Nutzung eines Zeitmanagements auch keine übermäßige Zeit für sich beanspruchen. Praktikabel ist ein möglichst einfaches, knapp gehaltenes Zeitplanungssystem. Hier können Sie außerdem immer wieder Anpassungen vornehmen, wenn Ihr Zeitmanagement nicht mehr Ihren Bedürfnissen entspricht.

Wichtig ist am Ende nur, dass Sie ihre Ziele und die darauf ausgerichteten Aktionen nicht aus den Augen verlieren. Daran erinnert Sie Ihre Zeitplanung - nicht mehr und nicht weniger.

Sie wollen mehr wissen, zum Beispiel wie man in der Hälfte der Zeit viel mehr erreicht als in der bisher aufgewendeten? Verfolgen Sie die Beiträge in meinem Block und sprechen Sie mich an. Mich interessieren die Erfahrungen, die Sie mit einer veränderten Einstellung zur Zeitplanung machen.

Geniessen Sie Ihre Zeit

Mauro Cosetti
Der 4 Stunden Mann


Samstag, 1. Februar 2020

Der agile Leader ist gefragt - Du kannst nicht digitalisieren, wenn du nicht weisst wie es offline geht




Die Digitalisierung verlangt nach neuen Formen des Projektmanagements und der Organisation von Teams. Agile Methoden wie Scrum haben aus dem IT-Bereich kommend dabei zunehmend auch andere Bereiche erobern können. Allerdings nutzt das beste agile Projektmanagement wenig, wenn sich Unternehmen nicht insgesamt agiler Führungsansätze bedienen. Was zeichnet also den agilen Leader aus?

Agilität bis in die Führungsebene


Digitale Unternehmensstrukturen stehen allgemein für ein gesteigertes Arbeitstempo bei hoher Volatilität aller Bedingungen. Man arbeitet flexibler und anders zusammen als im analogen Kontext. Starre Führungsstrukturen behindern den Erfolg von digitalisierten Unternehmen und machen es teilweise auch unmöglich, von den Vorteilen der Digitalisierung im vollen Umfang zu profitieren.

Dabei ergeben sich für Führungspersonen viele neue Herausforderungen. Häufig arbeiten nicht mehr alle Mitarbeiter an einem zentralen Ort. Hier sind Home-Office Lösungen und verschiedene Standorte verbreitet. Daneben steht Digitalisierung für mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit bei jedem einzelnen Mitarbeiter. Auf der anderen Seite müssen der wachsende Wettbewerbsdruck und das steigende Arbeitstempo durch innere sowie äußere Strukturen bewältigt werden. Die Kommunikationsformen ändern sich hin zu elektronischen Medien. Der Umgang damit will erlernt und auch geführt werden.

Gefragt ist deshalb eine Führungsperson, die selbst als agiles Beispiel vorangeht. Sie befähigt Mitarbeiter eher als dass sie sie kontrolliert. Sie motiviert und coacht, wo sie früher starre Vorgaben gemacht hat. Sie beherrscht die Delegation von Aufgaben und arbeitet selbst effektiv sowie ergebnisorientiert.

Agile Leader denken anders. Sie planen nicht starr, sondern passen Planungen und Aufgaben ständig an. Ihr Führungsstil ist kommunikativ-wertschätzend, eindeutig in den Aussagen sowie teamorientiert. Die Transparenz aller Strukturen und Schritte in einem Arbeitsprozess prägt ihre Tätigkeit.

Sie ziehen mit ihrem Team an einem Strang, verlieren aber dabei das Ziel und die Endverantwortung nicht aus den Augen.

Das ist viel verlangt? Ja, denn Führung verändert sich durch agile Arbeitsmethoden genau so intensiv wie alle anderen Bereiche in Unternehmen. Agile Führung mag hier für manchen Manager etwas entzaubert wirken, da sich durch die Verteilung von Wissen und Kompetenz auch der Erfolg auf viele Schultern verteilt.

Dabei ist also nicht mehr der einfach nur charismatische Anführer als Einzelkämpfer gefragt, der aufgrund scheinbarer eigener Genialität feststehende Entscheidungen trifft. Es geht vielmehr um einen kooperativen und kreativen Umgang mit den Mitarbeitern sowie Aufgaben. Wer es hier schafft, sich als Führungsperson auf Agilität einzulassen, kann nach einiger Zeit der Umstellung reich belohnt werden. Produktivität und Effizienz verbessern sich durch Agilität in der Regel sehr.

Wollen Sie noch mehr wissen? Besuchen Sie Mauro Cosetti- Der 4 Stunden Mann

Geniessen Sie Ihre Zeit
Mauro Cosetti


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