Der 4 Stunden Mann

Donnerstag, 27. September 2018

Die Digitalisierung Ihres Unternehmen - worauf es wirklich ankommt



Über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung ist bereits viel geschrieben worden. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fühlen sich vielfach bereits von der Fülle der möglichen Informationen überfordert, noch bevor sie überhaupt mit der Umsetzung entsprechender Maßnahmen begonnen haben. Viele Betroffene werden sich daher wünschen, die Erkenntnisse in diesem Themenbereich auf einige kurze und prägnante Aussagen abzuschmelzen. Ich habe gute Nachrichten für diese KMU: Man kann sich bei dem Thema tatsächlich auf das Wesentliche beschränken.

Was bei der Digitalisierung zählt

Zunächst einmal sind viele Aspekte rund um das Thema Digitalisierung branchenspezifisch, teilweise sogar unternehmensspezifisch. Hier kann man nicht verallgemeinern, sondern muss die Anforderungen jeder einzelnen Branche und jedes einzelnen Unternehmens für sich genommen analysieren.

Gemeint sind dagegen bei allen Unternehmen, die sich mit Digitalisierungsmaßnahmen auseinandersetzen, folgende Parameter:

- Es gibt einen Investitionsbedarf in einer von Unternehmen zu Unternehmen, von
  Branche zu Branche variierenden Größenordnung.
- Es kommen in einem mehr oder weniger großem Umfang neue Technologie zum
  Einsatz.
- Die Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern verändern sich, ebenso die
  Kommunikation-Strukturen.
- Die Arbeitsbedingungen unterliegen ebenfalls einer Veränderung für
  Mitarbeiter und für das Management.

In einem Satz bedeutet Digitalisierung Veränderungen in vielen, manchmal fast allen bekannten Bereichen der Arbeitsumwelt.

Gerade die veränderten Arbeitsbedingungen werden gern vernachlässigt. Eine digitalisierte Arbeitswelt ist eine flexible, hochdynamische Umwelt, die für die darin agierenden Menschen sehr angenehme und weniger angenehme Seiten haben kann. Auf der Plusseite finden sich so attraktive Neuerungen wie flexible Arbeitszeiten, die Unabhängigkeit von festen Arbeitsstätten bei höchster Effizienz und die Auflösung stringenter Hierarchien. Alle diese Aspekte können sich auch nachteilig auswirken, etwa wenn durch die Forderung einer hohen Flexibilität Menschen überlastet werden oder sich selbst überfordern, wenn die mögliche Strukturfreiheit zu Kommunikationsschwierigkeiten und Führungsschwächen führt oder wenn niemand mehr weiß, was eigentlich seine Aufgabe in dem Ganzen ist.

Veränderungen proaktiv gestalten

Wenn sich ein KMU an die Digitalisierung heranwagt - und welches Unternehmen käme an dieser Entwicklung vorbei - muss es vor allem eines tun: Die Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, schon im Vorfeld erkennen, verarbeiten und die verändernden Maßnahmen auf die Bedürfnisse der beteiligten Menschen ausrichten. Dazu ist vor allem proaktives Handeln notwendig und kein passives Warten auf das, was bei der Digitalisierung am Ende für die Menschen herauskommen könnte.

Mauro Cosetti

Freitag, 31. August 2018

To Do or Not to Do ist die grosse Frage





In vielen Unternehmen und auch im Management ist es üblich, To-Do-Listen zu führen. Tatsächliche Fortschritte im eigenen Leben, in der Führung von Unternehmen oder Mitarbeitern bringt aber nur eine Not-To-Do-Liste. Sie öffnet die Augen dafür, in welchen nicht zielführenden Mustern und Strukturen Menschen verharren und schafft Raum für Veränderungen.

Starten Sie ab heute ganz neu durch mit einer persönlichen "Via Negativa" - Ihrer Not-To-Do-Liste. Sie werden bald sehen, wie sich Ihr Leben beruflich und privat verändert, weil Sie bestimmte Dinge nicht (mehr) tun.

Dinge sein lassen - kein ganz neues Konzept

Wissen Sie, was Plato, Michelangelo, Einstein sowie andere auf Ihrem Gebiet sehr erfolgreiche Menschen gemeinsam haben? Sie wissen immer, was sie in Ihrem Bereich sein lassen müssen - sie kennen den jeweiligen "Via Negativa" (der negative Weg). Kein erfolgreicher Mensch verschwendet Zeit und Energie auf Dinge, die ihn erfahrungsgemäß nicht weiterbringen. Wer beruflich erfolgreich ist, beobachtet zum Beispiel seine Vorgesetzten und sein Umfeld genau. Dann entscheidet er sich bewusst gegen bestimmte Verhaltensweisen sowie Führungsprinzipien, weil er deren Sinnlosigkeit und Kontraproduktivität erkannt hat. Auch ich habe mich für diese Methode in meiner langjährigen Zeit im Management stark gemacht. Das hat mich zu einem erfolgreichen, zufriedenen Leben mit viel Freizeit und Lebensfreude geführt. Möchten Sie auch diesen Weg einschlagen? Dann lernen Sie die klassische Not-To-Do Liste für Geschäft und Privatleben kennen. Entwickeln Sie daraus Ihren persönlichen "Via negavtiva". Eine Via negativa ist etwas, mit dem Sie Ihr Leben bereichern, indem Sie etwas lassen. Plus durch Minus bringt es auf den Punkt.


Das Not-To-Do Management für Fortgeschrittene 

Typische Not-To-Do-Felder ergeben sich vor allem dort, wo Energie auf etwas Falsches verwendet wird, wo Mitarbeiter durch verkrustete und starre Routinen sowie persönliche Schwächen demotiviert und wo unbewusste Prozesse unkritisch immer weiter geführt werden.

1. Not-to-Do in der unternehmerischen Organisation der Arbeit

Endlose Kick-Off Meetings ohne Resultate.
Routine Meetings ohne konkreten Anlass und ohne Ziele (Montagmorgen-Meeting ist hier der Klassiker).
Verkaufstrainings, die nichts Neues vermitteln.
HR und Controller bestimmen engstirnig über alle betrieblichen Angelegenheiten sowie die übrigen Mitarbeiter.
Gute Mitarbeiter werden ständig mit höheren Zielen und Mehrarbeit quasi bestraft.
Politik zählt im Unternehmen mehr als die Leistung.
Werte werden gepredigt, aber nicht gelebt (Mitarbeiter sollen sparen, das Management schöpft aus dem Vollen!).
Mikromanagement und Kontrollwahn.
Businesspläne, die niemand liest.
Strategie-Vorträge mit 200 Powerpoint-Folien und mehr.


2. Not-To-Do im persönlichen Arbeitsbereich

Die kostbaren Stunden zwischen 5-7 Uhr morgens ungenutzt lassen.
Morgens als erstes E-Mails abrufen und beantworten.
Das Mailprogramm ständig offen und sich Mails akustisch melden lassen.
Angelegenheiten wie E-Mails, Briefe, Dokumente und ähnliches mehrfach in die Hand nehmen, beziehungsweise immer wieder neu bearbeiten.
Fernsehen und Kleinkram erledigen.
Jeden zufälligen, interessanten Blog lesen.
Unklare Aussagen akzeptieren und nicht genau nachfragen.
Auf Pausen, Frühstück oder Mittagessen verzichten.
Im Urlaub arbeiten.
Immer erreichbar sein.
Sich ständig unterbrechen lassen.
Unbewusst Geld ausgeben und aus Langweile shoppen.
Etwas und wollen, aber nichts dafür tun.

Ihnen werden für Ihren persönlichen "Via negativa" noch weitere Not-To-Dos einfallen.

Viel Spass
Mauro Cosetti

 

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