Der 4 Stunden Mann

Sonntag, 31. Mai 2020

Multitasking ist nicht für Sie!




Kennen Sie Multitasking? Dabei schreiben Sie eine E-Mail, während Sie ein Telefonat führen und gleichzeitig einen Blick auf Ihre Aufgaben für die nächsten zwei Stunden werfen. Kurz beantworten Sie auch noch die Frage eines Kollegen, der seinen Kopf zur Bürotür hereinsteckt. Sie machen das alles gleichzeitig. Vielleicht haben Sie sich auch angewöhnt, beim Essen zu lesen. Das alles ist Multitasking. Frauen sollen es besonders gut beherrschen, dieses Nebeneinander verschiedener Tätigkeiten. Männer gar nicht. Experten für Gehirnforschung wissen allerdings längst, dass wir alle nicht für Multitasking geschaffen sind. Es schadet unserer Konzentration und der Qualität der Arbeit. Im schlimmsten Fall macht es uns nervös und krank.

Was Fokus und Flow für Sie bedeuten

Wenn Sie hoch konzentriert arbeiten, stellt sich früher oder später ein besonderer Zustand der Konzentration ein. In diesem "Flow" arbeiten Sie nicht nur besonders konzentriert, sondern fühlen sich dabei besonders wohl und erreichen fast spielerisch Ihr Ziel. Meist entstehen daraus qualitativ besonders hochwertige Arbeitsergebnisse. Auch Ihre Kreativität gewinnt an Tiefe und Spontanität. Möglicherweise ist die Verbindung zwischen der rechten und linken Gehirnhälfte in diesem Zustand besonders gut. Die wissenschaftliche Forschung ist noch nicht abgeschlossen. Man hat aber bei Untersuchungen an buddhistischen Mönchen mit einer langjährigen Meditationspraxis gesehen, dass deren Nervenzellen intensiv feuern. Dieses Feuern steht für eine rege Kommunikation im Gehirn. Mit Multitasking können Sie keinen Flow erreichen. Im Gegenteil, Sie verzetteln sich und empfinden sich schnell als gestresst.

So setzen Sie den Fokus auf das Hier und das Jetzt

Wenn Sie ständige Hetze, Nervosität, Fehler bei Ihrer Arbeit und möglicherweise auch einen Burn-Out vermeiden wollen, sind Fokus und Konzentration für Sie besonders wichtig. Dabei beachten Sie besonders die folgenden 4 Aspekte:

1. Verzetteln Sie sich nicht bei Ihren Zielsetzungen. 3-5 große Ziele reichen vollkommen aus.
2. Lernen Sie es, Nein zu sagen. Werden Ihnen von außen nicht zielführende Aufgaben aufgedrängt, verlangen Sie eine Modifizierung oder eine veränderte Zielsetzung.
3. Konzentrieren Sie sich auf die gerade aktuelle Aufgabe, die Sie vorher als zielführend identifiziert haben.
4. Lassen Sie sich nicht ablenken! Fangen Sie rechtzeitig mit einer Aufgabe an und vermeiden Sie Zeitdruck.

Sie wollen mehr wissen? Mein Blog bietet regelmäßig interessante Ansätze zu den Themen Führung und Zeitmanagement. Gern tausche ich mich auch mit Ihnen persönlich aus.

Mauro Cosetti
Der 4 Stunden Mann

Dienstag, 28. April 2020

Warum wir jetzt viele Apfelbäume pflanzen müssen



"Wenn ich wüsste, dass Morgen die Welt unterginge, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen".


Warum wir jetzt viele Apfelbäume pflanzen müssen

"Wenn ich wüsste, dass Morgen die Welt unterginge, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen". Dieser Satz wird dem Reformator Martin Luther zugeschrieben. Ich sage, es ist diese Lebenseinstellung, die wir gerade jetzt brauchen. Jetzt, das ist eine Zeit der Unsicherheit und Angst. Ausgelöst durch die Corona Pandemie, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Mitten drin in einer Krise, wie sie die Welt lange nicht gekannt hat. Besonders als Unternehmer, aber auch als Manager und als Arbeitnehmer kommt es jetzt auf unsere Einstellung an. Es sind Führungspersonen gefragt, die anderen Menschen Vertrauen und Glauben (zurück-) geben können.

Was stärker ist als Angst

Wir Menschen streben danach, keine Angst zu haben. Das gilt auch im Wirtschaftsleben. Dabei ist Angst ein sehr natürlicher Reflex, der eine Schutzfunktion hat. Im Ernstfall kann Angst unser Leben retten, weil wir Gefahren rechtzeitig erkennen und ihnen ausweichen können. Rast ein Auto mit hoher Geschwindigkeit auf uns zu, weichen wir diesem aus.

Wenn Angst allerdings lähmend und chronisch wird, sie unser ganzes Leben bestimmt, leben wir nicht mehr wirklich. Hemmend und eine Gefahr eigener Art ist Angst etwa, wenn sie sich als Angst vor Veränderungen zeigt. Krisen wie die jetzige sind immer große Veränderungen, sie bieten gleichermaßen Herausforderungen wie Chancen.

Der kleine Satz vom Apfelbaum drückt dabei eine einfache Wahrheit aus: Stärker als die Angst ist allein Glaube. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es sich tatsächlich um einen Glauben in religiöser Form handelt. Man kann das Wort Glaube in diesem Fall auch assoziieren mit Vertrauen. Ob man auf Gott, auf die Vorsehung, auf die eigene Kraft oder auf das Gute vertraut, spielt dabei keine große Rolle. Allerdings haben es Menschen mit dem Vertrauen meist etwas einfacher, wenn sie tatsächlich in einem religiösen oder sinnhaften Weltbild integriert sind. Die moderne Psychologie bestätigt, was die Alten schon immer wussten. Der Glaube versetzt Berge. Auf die Einstellung kommt es an. Wir müssen jetzt unzählige Apfelbäume pflanzen, gerade jetzt.

Vorbild sein - Krisen bewältigen durch Vertrauen

Als Führungskraft kommt es jetzt während der Corona Pandemie besonders auf Sie an. Sie nehmen mit Ihrer Einstellung und Ihrem Glauben den Menschen in Ihrem Umfeld die Angst. Bleiben Sie also stark, auch, wenn die Umstände widrig sind. Ich persönlich wünsche Ihnen und uns allen viel Kraft in dieser Zeit. Ich freue mich besonders, über Ihr Feedback, über den Austausch Ihrer Erfahrungen mit mir und stehe Ihnen gern mit meiner ganzen (Lebens-) Erfahrung zur Verfügung. Bleiben Sie gesund und vertrauen Sie. Pflanzen Sie mit uns anderen zusammen jeden Tag Apfelbäume.

Bleiben Sie Gesund


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