Der 4 Stunden Mann

Samstag, 1. Februar 2020

Der agile Leader ist gefragt - Du kannst nicht digitalisieren, wenn du nicht weisst wie es offline geht




Die Digitalisierung verlangt nach neuen Formen des Projektmanagements und der Organisation von Teams. Agile Methoden wie Scrum haben aus dem IT-Bereich kommend dabei zunehmend auch andere Bereiche erobern können. Allerdings nutzt das beste agile Projektmanagement wenig, wenn sich Unternehmen nicht insgesamt agiler Führungsansätze bedienen. Was zeichnet also den agilen Leader aus?

Agilität bis in die Führungsebene


Digitale Unternehmensstrukturen stehen allgemein für ein gesteigertes Arbeitstempo bei hoher Volatilität aller Bedingungen. Man arbeitet flexibler und anders zusammen als im analogen Kontext. Starre Führungsstrukturen behindern den Erfolg von digitalisierten Unternehmen und machen es teilweise auch unmöglich, von den Vorteilen der Digitalisierung im vollen Umfang zu profitieren.

Dabei ergeben sich für Führungspersonen viele neue Herausforderungen. Häufig arbeiten nicht mehr alle Mitarbeiter an einem zentralen Ort. Hier sind Home-Office Lösungen und verschiedene Standorte verbreitet. Daneben steht Digitalisierung für mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit bei jedem einzelnen Mitarbeiter. Auf der anderen Seite müssen der wachsende Wettbewerbsdruck und das steigende Arbeitstempo durch innere sowie äußere Strukturen bewältigt werden. Die Kommunikationsformen ändern sich hin zu elektronischen Medien. Der Umgang damit will erlernt und auch geführt werden.

Gefragt ist deshalb eine Führungsperson, die selbst als agiles Beispiel vorangeht. Sie befähigt Mitarbeiter eher als dass sie sie kontrolliert. Sie motiviert und coacht, wo sie früher starre Vorgaben gemacht hat. Sie beherrscht die Delegation von Aufgaben und arbeitet selbst effektiv sowie ergebnisorientiert.

Agile Leader denken anders. Sie planen nicht starr, sondern passen Planungen und Aufgaben ständig an. Ihr Führungsstil ist kommunikativ-wertschätzend, eindeutig in den Aussagen sowie teamorientiert. Die Transparenz aller Strukturen und Schritte in einem Arbeitsprozess prägt ihre Tätigkeit.

Sie ziehen mit ihrem Team an einem Strang, verlieren aber dabei das Ziel und die Endverantwortung nicht aus den Augen.

Das ist viel verlangt? Ja, denn Führung verändert sich durch agile Arbeitsmethoden genau so intensiv wie alle anderen Bereiche in Unternehmen. Agile Führung mag hier für manchen Manager etwas entzaubert wirken, da sich durch die Verteilung von Wissen und Kompetenz auch der Erfolg auf viele Schultern verteilt.

Dabei ist also nicht mehr der einfach nur charismatische Anführer als Einzelkämpfer gefragt, der aufgrund scheinbarer eigener Genialität feststehende Entscheidungen trifft. Es geht vielmehr um einen kooperativen und kreativen Umgang mit den Mitarbeitern sowie Aufgaben. Wer es hier schafft, sich als Führungsperson auf Agilität einzulassen, kann nach einiger Zeit der Umstellung reich belohnt werden. Produktivität und Effizienz verbessern sich durch Agilität in der Regel sehr.

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Mauro Cosetti


Donnerstag, 26. Dezember 2019

Die acht häufigsten Kündigungsgründe für Fachkräfte:
















Wenn Arbeitnehmer befragt werden, warum sie ihre Arbeitsstelle kündigen wollen oder bereits gekündigt haben, lassen sich 3 Aspekte herausarbeiten. Das Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten, die geringe Bezahlung und die Unternehmenskultur.


Fachkräfte sind derzeit ein rares Gut und entsprechend wählerisch bei der Jobwahl. Warum sie sich auf dem Arbeitsmarkt umsehen und ihrem Unternehmen den Rücken kehren, hat Stepstone in einer Studie zum Thema Arbeitgeberattraktivität herausgefunden.

Hier sind die acht häufigsten Kündigungsgründe für Fachkräfte:

1. Geringe Bezahlung
Vier von zehn Befragten (39,7 %) gaben das Gehalt als Kündigungsgrund an und immerhin 79 % glauben, dass sie nach einem Jobwechsel mehr verdienen werden als zuvor.
2. Schlechtes Arbeitsklima
Unfreundliche Vorgesetzte und unangenehme Kollegen vermiesen vielen Mitarbeitern den Gang zur Arbeit. Ein schlechtes Arbeitsklima nennen 37,4 % als Kündigungsgrund. Für Frauen ist dies sogar der Hauptgrund für einen Jobwechsel.
3. Fehlende Aufstiegsmöglichkeiten
Für 34,6 % sind eine fehlende Perspektive bzw. mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten im Betrieb ein No Go.
4. Unpassende Unternehmenskultur
Arbeitnehmer (insbesondere die gut qualifizierten) wollen sich zunehmend mit den Werten ihres Arbeitgebers identifizieren können. Gelingt das nicht, springen sie ab. Das jedenfalls sagen 27,7 % der befragten Fachkräfte. Aus diesem Grund sollten Unternehmen so viel wie möglich Positives von sich Preis geben und auf ein gelebtes Miteinander achten.
5. Kaum Weiterbildungsmöglichkeiten
Für 25,2 % ist lebenslanges Lernen so wichtig, dass sie sich eine Zukunft im Unternehmen ohne kontinuierliche Fortbildung nicht vorstellen können. Bekommen sie keine entsprechenden Angebote, nehmen sie ihren Hut.
6. Fehlende Work-Life-Balance
Jede vierte Fachkraft bemängelt die fehlende Vereinbarkeit von Privatem und Beruflichem. 25,1 % geben dies als Kündigungsgrund an.


7. Jobsicherheit
Mangelnde Stabilität war für 22,3 % zuletzt der Grund, warum sie ihrem Arbeitgeber den Rücken gekehrt haben. Schließlich handelt es sich um qualifiziertes und meist auch flexibles Personal, dem viele Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt offen stehen.
8. Keine Sinnhaftigkeit der Tätigkeit
Mangelnde Sinnhaftigkeit im Job war für 21,7 % in der Vergangenheit ein Kündigungsgrund. Immerhin ist es 62 % der Befragten wichtig, eine sinnvolle Beschäftigung zu haben. Sie wollen mit ihrer Arbeit zumindest einen positiven Effekt erzielen, auch wenn sie nicht per se die Verbesserung der Welt anstreben.


Natürlich springen die Leute eher vom Schiff, wenn sie einen schrecklichen Chef haben. Diejenigen die trotz eines guten Vorgesetzten die Entscheidung treffen das Unternehmen zu verlassen gehen jedoch meistens wegen der Arbeit. Sie gehen, wenn die Arbeit unangenehm ist, ihre Stärke nicht genutzt werden und sie keine Möglichkeit sehen die Karriereleiter hoch zu steigen.
Diese Mitarbeiter kündigen vordergründig nicht ihrem Chef, sondern sie kündigen ihren Job. Wer ist jedoch im Wesentlichen verantwortlich für diesen Job? Natürlich der Chef.

Umfragen zufolge hat sich dieses Phänomen auch durch die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt nicht verändert. Für Führungskräfte ergibt sich deshalb, dass sie auch, und gerade in digitalisierten Unternehmen, die Beziehung zu ihren Arbeitnehmern entsprechend pflegen, entwickeln und aufbauen müssen.

Warum Arbeitnehmer im Unternehmen bleiben?

Der Job, der zu gut ist, um ihn aufzugeben.

Gerade in einer digitalisierten Arbeitswelt kommt es darauf an, qualifiziertes und motiviertes Personal möglichst lange im eigenen Unternehmen zu binden. Wenn der einzelne Mitarbeiter das Gefühl hat, dass sein aktueller Job einfach zu befriedigend und zu gut ist, um ihn einfach aufzugeben, dann hat der Manager alles richtig gemacht. Mehr als Coach denn als Chef seiner Arbeitnehmer schafft er eine Atmosphäre, in der persönliche Entwicklung und Zufriedenheit sowie persönliches Interesse am einzelnen höchste Leistungen auf allen Ebenen ermöglichen.

 Jobs zum Genießen.

Viele von uns haben unbeantwortete Berufungen - Leidenschaften, die wir in unseren Karrieren nicht verfolgen konnten. Ob uns das Talent, die Gelegenheit oder die Mittel fehlten, um sie zu unseren Berufen zu machen. Diese Leidenschaften verschwinden nicht in der digitalisierten Welt. Und da wir den Großteil unserer wachen Stunden bei der Arbeit verbringen, ist es an der Zeit, diese unbeantworteten Berufungen als Hobbies zu verfolgen. Wir suchen nach Wegen, unsere Leidenschaften in unsere Arbeit zu bringen.
Wollen Sie mehr zum Thema wissen? Sprechen Sie mich an und verfolgen Sie meinen Block, in dem ich viele weitere interessante Aspekte aus den Bereichen Management, Arbeitsorganisation und Digitalisierung thematisiere.


Mauro Cosetti

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